Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht

Es ist nie zu früh!

Was passiert mit mir, wenn ich schwer krank bin und nicht mehr selbst entscheiden oder handeln kann? Ein neues Gesetz stärkt den schriftlich festgehaltenen Willen.

Drei Instrumente stehen zur Verfügung, um in gesunden Tagen im Sinne der Selbstbestimmung schriftliche Willenserklärungen für den Fall einer späteren Einwilligungsunfähigkeit abgeben zu können:

In der Patientenverfügung, auch Patiententestament genannt, kann man sich zu seinen Wünschen bezüglich medizinischer Behandlung/Nichtbehandlung oder Behandlungsbegrenzung angesichts einer aussichtlosen Erkrankung, insbesondere in der letzten Lebensphase, äußern.

Die Betreuungsverfügung dient dem Zweck, eine Person des eigenen Vertrauens zu benennen, die für den Fall, dass eine Betreuung notwendig werden sollte, vom Vormundschaftsgericht bestellt werden soll.

Anstelle der Betreuungsverfügung kann eine Vorsorgevollmacht ausgestellt werden, in der eine Person des eigenen Vertrauens als Bevollmächtigte eingesetzt werden kann, die im Unterschied zum Betreuer nicht vom Vormundschaftsgericht bestellt werden muss, sondern im Fall der eigenen Entscheidungsunfähigkeit sofort für den Vollmachtgeber handeln kann.

Damit im Nottfall schnell gehandelt werden kann, führt die Bundesnotarkammer das Zentrale Vorsorgeregister.

In dieser bundesweiten Vorsorge-Datenbank kann per Brief oder über das Internet jede erteilte Vorsorge-Vollmacht registriert werden. Die Vormundschaftsgerichte müssen nicht mehr langwierig nachforschen, sondern können jederzeit über eine Online-Abfrage feststellen, ob bereits eine Vollmacht besteht.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie im Internet unter 

www.vorsorgeregister.de/


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