Rente beantragen

Zuerst wird vom Bestattungsinstitut der Antrag auf eine Überbrückungszahlung (sog. "Sterbevierteljahr") für drei Monate gestellt. Dies wird Ihnen zur Vorlage bei der Rentenstelle vom Bestattungsinstitut bestätigt. Diese Zahlung (Vorschusszahlung, die nicht rückzahlbar ist) ist zur Überbrückung der Zeit gedacht, die für die Umrechnung der Rente in eine Witwen-/Witwerrente notwendig ist.
Die letzte Rentenanpassungsmitteilung, den Ausweis sowie die Kontonummer des zuständigen Bankinstituts und die spezielle Sterbeurkunde halten Sie dazu bitte bereit.

So stellen Sie den Antrag zur Hinterbliebenenrente - (spätestens nach 20 Tagen)
Sie brauchen für die Antragstellung die folgenden Unterlagen:

Bei Witwen-/Witwer-Renten ohne Rentenbezug der/des Verstorbenen:

  • Familienstammbuch und Sterbeurkunde
  • gültiger Personalausweis oder Pass
  • Kontoangaben mit dem Namen des Rentenantragstellers
  • sämtliche Versicherungsunterlagen der/des Verstorbenen
  • letzter eigener Rentenanpassungsbescheid des Rentenantragstellers (Versichertenrente aus der Rentenversicherung, Pensionen aus Beamtenversorgung, Versichertenrente aus der Knappschaft)
  • bei Berufstätigkeit letzte Gehaltsbescheinigung des Antragstellers (Erwerbsbezüge/Beamtenbezüge)
  • letzter Rentenbescheid aus berufsständischen Versorgungseinrichtungen (Versorgungswerk kammerfähiger freier Berufe, z.B. Ärzte, Apotheker)
  • Flüchtlingsausweise (Verstorbene/Verstorbener und Antragsteller)
  • Geburtsurkunde der Kinder bei Jahrgängen ab 1921, sofern die Babyjahre noch nicht aktenkundig sind.

Bei Witwen-/Witwer-Renten mit Rentenbezug der/des Verstorbenen:

  • Familienstammbuch und Sterbeurkunde
  • gültiger Personalausweis oder Pass
  • Kontoangaben mit dem Namen des Rentenantragstellers
  • letzter Rentenbescheid der/des Verstorbenen
  • letzter eigener Rentenanpassungsbescheid des Rentenantragstellers (Versichertenrente aus der Rentenversicherung, Pensionen aus Beamtenversorgung, sämtliche Versicherungsrenten aus der Knappschaft). Bei Berufstätigkeit letzte Gehaltsbescheinigung des Rentenantragstellers (Erwerbsbezüge/Beamtenbezüge)
  • letzter Rentenbescheid aus berufsständischen Versorgungseinrichtungen (Versorgungswerk kammerfähiger freier Berufe, z.B. Ärzte, Apotheker)
  • Flüchtlingsausweise (Verstorbene/Verstorbener und Antragsteller).
  • Geburtsurkunde der Kinder bei Jahrgängen ab 1921, sofern die Babyjahre noch nicht aktenkundig sind.
  • Beleg über die Vorschusszahlung

Die Ungleichbehandlung von Mann und Frau bei der Hinterbliebenenregelung wurde inzwischen beseitigt. Der Anspruch auf Witwenrente ist nicht davon abhängig, dass die verstorbene Ehefrau zum Familienerhalt überwiegend beigetragen hat.

Weiterhin wird ein eigenes Einkommen des überlebenden Ehegatten auf die Rente angerechnet. Es kann also geschehen, dass die Rente nur gekürzt oder überhaupt nicht gezahlt wird. Alle Einkünfte aus Renten- und Beamtenversorgungen werden auf die Witwen-/Witwerrente angerechnet. Unterlagen müssen vorgelegt werden. Dies gilt nicht für die ersten 3 Monate nach Eintritt des Sterbefalls. Deshalb auch bei hohen Eigeneinkünften für diesen Zeitraum Antrag auf Vorschusszahlung bei der zuständigen Stadtverwaltung bzw. Postrentendienst stellen.

Waisenrenten

Waisen bis zum 18. Lebensjahr:

  • Geburtsurkunde

Waisen über dem 18. Lebensjahr bis zum 25. Lebensjahr:

  • Geburtsurkunde
  • Schul-, Studium- oder Berufsausbildungsbescheinigung (Lehrvertrag)

Beamten-Beihilfen

Stand der Verstorbene in einem Beamtenverhältnis, besteht meist ebenfalls ein Anspruch auf Beihilfen. Die Richtlinien wurden bundeseinheitlich schon stark angeglichen, die Personalberatungsstellen, bzw. die Besoldungsämter sind hier die richtigen Ansprechpartner.

 


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