Zum Inhalt springen

Was ist eine Sterbekasse auf Gegenseitigkeit?

Startseite › Was ist eine Sterbekasse auf Gegenseitigkeit?

Was ist eine Sterbekasse auf Gegenseitigkeit?

Verbraucherschützer weisen seit Jahren darauf hin, dass Sterbegeldversicherungen nicht immer die wirtschaftlich sinnvollste Form der Bestattungsvorsorge sind. Daher lohnt es sich, auch alternative Vorsorgemöglichkeiten kennenzulernen.

Eine bewährte Form der gemeinschaftlichen Vorsorge ist die Sterbekasse auf Gegenseitigkeit. Ihre Wurzeln reichen weit zurück: Bereits in der Antike schlossen sich Menschen zusammen, um Angehörige im Todesfall finanziell zu unterstützen. In Deutschland entstanden viele Sterbekassen im 18. und 19. Jahrhundert aus Vereinen und Solidargemeinschaften, die ihre Mitglieder bei den Kosten einer Bestattung entlasten wollten.

Das Grundprinzip gilt bis heute: Die Mitglieder bilden eine Gemeinschaft, die sich im Sterbefall gegenseitig unterstützt. Anders als bei kapitalmarktorientierten Unternehmen stehen dabei nicht die Interessen von Aktionären im Vordergrund, sondern die Förderung und Absicherung der Mitglieder.

Überschüsse verbleiben in der Gemeinschaft und können beispielsweise zur Stärkung der Rücklagen, zur Sicherung der Leistungen oder zur Entlastung der Mitgliederbeiträge verwendet werden. Dadurch wird das Solidarprinzip gestärkt und die langfristige Stabilität der Sterbekasse gefördert.

Eine Sterbekasse verbindet somit finanzielle Vorsorge mit dem Gedanken der gegenseitigen Unterstützung – zum Nutzen aller Mitglieder und ihrer Angehörigen.